Prix Suisse 2026

Prix Suisse 2026

Der Prix Suisse 2026 stellte zwei Themen ins Zentrum, die für die Zukunft der Schweiz entscheidend sind: Berufsbildung und Raumfahrt. Vom Können junger Berufsleute bis zum Blick ins All zog sich die Frage durch den gesamten Abend, was die Schweiz stark macht und wie aus Wissen, Neugier und handwerklichem Können Zukunft entsteht.

Prof. Dr. Thomas H. Zurbuchen

Astrophysiker, Wissenschaftler, Visionär und Innovator

Am Samstag, 7. November 2026 wurde im Rahmen eines grossen Gala-Dinners der Initiative Schweiz im Kursaal Bern der «Prix Suisse» an Thomas Zurbuchen verliehen. Der Prix Suisse, ein nationaler Award, der zum sechsten Mal vergeben wurde, ist die höchste Auszeichnung für herausragende Leistungen in der Schweiz.

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Wenn ich nichts Neues lerne, fühle ich mich, als wäre ich krank.

Prof. Dr. Thomas H. Zurbuchen - Awardgewinner

Portrait Thomas Zurbuchen

Vom Dorf Heiligenschwendi an die Spitze der NASA: Thomas Zurbuchen studierte als Erster seiner Familie, forschte über zwei Jahrzehnte in Michigan und leitete von 2016 bis 2022 das Wissenschaftsprogramm der NASA. Er verantwortete rund 130 Missionen und Projekte – darunter das James-Webb-Teleskop, den ersten Helikopterflug auf dem Mars und DART, die erste Kursänderung eines Asteroiden. Der Prix Suisse 2026 ehrt einen Schweizer Wissenschaftler von internationaler Strahlkraft.

Bundesrat Martin Pfister, Vorsteher des VBS, überreichte Thomas H. Zurbuchen den Prix Suisse vor rund 420 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur im Kursaal Bern und hielt die Laudatio auf den Preisträger. Unter dem Titel «streben, suchen, finden» spannte der Historiker den Bogen von einem Buben, der auf einem Dach in Heiligenschwendi in den Sternenhimmel blickt, bis zu einem Mann, der unseren Blick auf das Universum verändert hat. Eine Würdigung über Aufbruch, Neugier und die Einsicht, dass das Sichtbare nicht alles ist – und über die Frage, was Thomas Zurbuchen damals in den Sternen sah.

An der ETH Zürich baute Zurbuchen ETH Zurich Space auf und lancierte den ersten Raumfahrt-Master der Schweiz. Ab 2027 gestaltet er als Senior Vice President bei Blue Origin die Zukunft der Raumfahrt mit. Zurbuchen verkörpert, was die Schweiz stark macht: Neugier, Exzellenz und den Mut, Grenzen zu verschieben.

Fireside Chat mit Kamala D. Harris

In einem eindrücklichen Gespräch mit Sandra Studer sprach 49th Vice President of the United States, Kamala D. Harris, über die Ergebnisse der Midterms in den USA und ihre Einschätzung zur politischen Entwicklung.

Als 49. Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten schrieb Kamala D. Harris von 2021 bis 2025 Geschichte: als erste Frau in diesem Amt. Die Juristin war zuvor Generalstaatsanwältin von Kalifornien und vertrat den Bundesstaat im US-Senat. 2024 kandidierte sie für die Demokratische Partei um das Präsidentenamt. Im Gespräch zeichnete sie das Bild einer Demokratie unter Spannung und sprach offen über Polarisierung, verlorenes Vertrauen und das, was Gesellschaften zusammenhält. Ihr Blick von aussen schärfte den Blick nach innen: Wo die Welt unsicherer wird, werden Stabilität, Bildung und Zusammenhalt zum strategischen Gut. Das sind Werte, auf denen die Schweiz seit Generationen aufbaut.

Kein Plan B. Das Fundament.

Zwei von drei Jugendlichen in der Schweiz starten nach der Schule in eine Berufslehre. Sie lernen an zwei Orten zugleich – im Betrieb und in der Berufsfachschule – und übernehmen vom ersten Tag an Verantwortung. Getragen wird das duale System von der Wirtschaft, vor allem von den KMU. Es ist ein Wettbewerbsvorteil und ein Motor der Innovation. Und es ist keine Sackgasse: Kein Abschluss ohne Anschluss. Vier junge Berufsleute aus allen Landesteilen zeigten auf der Bühne, was sie antreibt und weshalb sie sich für die Berufslehre entschieden haben.

Saype – Land-Art-Kunst auf dem Chasseral

Für den Prix Suisse und das 100-Jahr-Jubiläum von ZESAR SA hat der französisch-schweizerische Künstler Saype den Chasseral in eine Leinwand verwandelt – an der Sprachgrenze, wo Deutschschweiz und Romandie sich begegnen. Sein Werk, «Bâtir ses rêves», zeigt ein Kind an der Werkbank, das eine Rakete in den Himmel hält. Gemalt mit biologisch abbaubaren Farben, ist es nach wenigen Wochen verblasst. Saype, 2019 auf der Forbes-Liste «30 Under 30», gestaltete bereits Werke bei der UNO in New York und Genf.

Future of Space

Die strategische Arena des 21. Jahrhunderts

Unsere Erde ist ein Staubkorn im Universum – und doch hat sie begonnen, nach den Sternen zu greifen. Heute ist der Weltraum die strategische Arena des 21. Jahrhunderts: Die USA kehren mit Artemis zum Mond zurück, über zehntausend Starlink-Satelliten umkreisen die Erde, und unser Alltag hängt an Navigation und Kommunikation aus dem All. Der Programmteil «Future of Space» zeigt, wohin die Reise geht, wer dort die Regeln bestimmt – und welche Rolle die Schweiz dabei spielen kann.

Kairos – die erste Zeitstation auf dem Mond

Die Erde hat rund 450 Atomuhren, der Mond keine einzige. Mit über 400 geplanten Mondmissionen in den nächsten zwei Jahrzehnten braucht er eine eigene Zeit – sonst drohen Navigationsfehler von Kilometern pro Tag. Hier setzt Kairos an, die erste Zeitstation auf dem Mond. Initiiert von der Zürcher Unternehmerin Nicole Herzog und in Zusammenarbeit mit ETH Zurich Space soll eine Schweizer Atomuhr bis 2030 erstmals Mondzeit messen. Neutral, präzise, vertrauenswürdig: «Es gibt nur ein Greenwich. Und nur eine erste Mondsekunde.»

Können, das man schmeckt

Wo Sterneküche auf Pâtisserie und Käsekunst trifft

Tanja Grandits gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der Schweizer Spitzengastronomie. Mit zwei Michelin-Sternen und 19 GaultMillau-Punkten zählt die Köchin des Basler Restaurants «Stucki» seit Jahren zur absoluten Spitze. Ihre Küche ist farbenfroh, präzise und voller überraschender Aromen. Für den Prix Suisse 2026 kreiert sie mit ihrem Team ein festliches Menü, in dem Schweizer Spitzenprodukte auf Kräuter, Gewürze und kreative Akzente treffen. Ihr Credo: Das Team ist der Star.

Zum Ausklang gestaltete Rolf Mürner, einer der profiliertesten Pâtissiers der Schweiz, das Dessert-Buffet, und die Berner Kultmarke Jumi aus Boll im Emmental präsentierte ein Käsebuffet. Schweizer Spitzenleistung, die man schmecken kann.

Musik, die berührt

Am Prix Suisse 2026 stand Kings Elliot auf der Bühne. Die Singer-Songwriterin ist im Kanton Schwyz aufgewachsen und lebt heute in London. Sie schreibt Indie-Pop, der unter die Haut geht: ehrlich, verletzlich und mit grosser stimmlicher Kraft. Sie tourte mit Imagine Dragons und Lewis Capaldi und wurde 2025 an den Swiss Music Awards als Best Breaking Act ausgezeichnet.

Passend zum Abend interpretierte sie David Bowies «Space Oddity» und präsentierte mit «Meteor from Mars» einen neuen eigenen Song.

Die Highlights des Abends

Weitere Fotos finden unsere Gäste in einer Galerie (Link folgt/ passwortgeschützt).