Vom Dorf Heiligenschwendi an die Spitze der NASA: Thomas Zurbuchen studierte als Erster seiner Familie, forschte über zwei Jahrzehnte in Michigan und leitete von 2016 bis 2022 das Wissenschaftsprogramm der NASA. Er verantwortete rund 130 Missionen und Projekte – darunter das James-Webb-Teleskop, den ersten Helikopterflug auf dem Mars und DART, die erste Kursänderung eines Asteroiden. Der Prix Suisse 2026 ehrt einen Schweizer Wissenschaftler von internationaler Strahlkraft.
Bundesrat Martin Pfister, Vorsteher des VBS, überreichte Thomas H. Zurbuchen den Prix Suisse vor rund 420 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur im Kursaal Bern und hielt die Laudatio auf den Preisträger. Unter dem Titel «streben, suchen, finden» spannte der Historiker den Bogen von einem Buben, der auf einem Dach in Heiligenschwendi in den Sternenhimmel blickt, bis zu einem Mann, der unseren Blick auf das Universum verändert hat. Eine Würdigung über Aufbruch, Neugier und die Einsicht, dass das Sichtbare nicht alles ist – und über die Frage, was Thomas Zurbuchen damals in den Sternen sah.
An der ETH Zürich baute Zurbuchen ETH Zurich Space auf und lancierte den ersten Raumfahrt-Master der Schweiz. Ab 2027 gestaltet er als Senior Vice President bei Blue Origin die Zukunft der Raumfahrt mit. Zurbuchen verkörpert, was die Schweiz stark macht: Neugier, Exzellenz und den Mut, Grenzen zu verschieben.